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Die Ankunft

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Bangkok - Suvarnabhumi Airport. Endlich konnte meine erste Entdeckungsreise in Südostasien, ein lang gehegter Traum, beginnen. Deshalb war der Flug auch sofort vergessen und es gab keine Spur eines Jetlag. Mit dem Skytrain ging es für gerade mal 30 Baht bis zur Station Ramkhamhaeng. Hier konnte man schon einen ersten Eindruck der pulsierenden Stadt gewinnen. Diese wirkte, als sei sie mitten in einem Sumpf errichtet worden. Einfachste Holzhütten vor modernsten Hochhäusern, durch die sich der Skytrain und die Schnellstrassen auf ihren Stützpfeilern hindurchschlängeln. Begleitet von riesigen Billboards. Auf einer dieser Billboards wurde geworben "Buddha is not for decoration - respect is common sense". Ja, der Buddhismus ist in Thailand eine gelebte Religion. Und jede Darstellung Buddhas wird tiefgläubig verehrt. Sehr futuristisch wirkt alles, wie in einem Ski-Fi-Abendteuer. Es fehlen nur noch fliegende Taxis. Es kann passieren, dass man mit dem Taxi von der siebenspurigen...

Chiang Mai

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Der Flug von Bangkok nach Chiang Mai in Nordthailand kostete gerade mal 36€. Vorab hatte ich schon von der sogenannten Burning Season gehört, die insbesondere in den Monaten März und April, also vor der Regenzeit, ihren Höhepunkt finden soll. Wobei dazu jeder etwas anderes behauptet. Das bedeutet Brandrodung, Trockenheit und schlechte Luft. Mal sehen was mich also in Nordthailand erwartet. Es ist diesig. Oder ist das schon die verrauchte Luft? Schwer zu sagen. Jedenfalls ist es heiss, aber nicht ganz so extrem wie in Bangkok. In ein paar Minuten, ist man vom Flughafen auch schon in die Altstadt gefahren, die von blühenden Bäumen gesäumten Wassergräben umgrenzt ist. Erstmal ins Cozy-In eingecheckt. Ein modernes Budget Hotel, mit sauberen Zimmern im industrial Style und kleinem Sitzplatz auf dem Balkon, über den man zu den Räumen gelangt. Man blickt von dort auf die in Dunst gehüllten Berge Doi Pui und Doi Suthep. Unter mir Bananenstauden. Also erstmal wieder großzügig mit LFS 50 So...

Mae Hong Son Loop - 1. Etappe

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Raus aus der Hauptstadt des Königreichs La Na und rein in den Dschungel. Mit dem Mietwagen von Sixt ging es in fünf Tagen über ca. 600 Kilometer in Thailands bergigen Norden, abseits jeglicher Touristenpfade. Die Route war wie folgt geplant: Chiang Mai - Chiang Dao - Pai /Pai - Ban Ruam Thai / Ban Ruam Thai -  Mae Hong Son /Mae Hong Son - Doi Inthanon - Chiang Mai Die Frage stand lange im Raum, ob es nicht spannender wäre, den Loop mit dem Motorroller zu unternehmen. Es wäre sicher spannender gewesen, mit einem grösseren Gefühl der Freiheit, aber.... Mir war auch nicht so ganz klar vorher, wie anspruchsvoll die Route ist. Schon alleine auf der Strecke nach Pai hat man 762 Kurven zu bewältigen. Haarnadelkurven, extreme Steigungen, Regen und Hitze, 10 kg Gepäck, Linksverkehr und Strassenverhältnisse, Strassenhunde in Tarnfarben, möglicher Platten, Mangel an Tankstellen usw. Bis auf die letzte Etappe haben die Strassen allerdings einen sehr guten Zustand. Da ich sicher wiede...

Mae Hong Son Loop - 2. Etappe

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Mit der Geräuschkulisse des Dschungels war die Nacht nebst heissen Quellen, ein unvergesslich schönes Erlebnis und die Sonne schien des Morgens durch die Glasfronten der Blockhütte. Es sind mir des Nachts auch keine untoten Zombie-Mönche begegnet, die in dem verlassenen Resort mit Sicherheit einst einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer fielen. Sehr früh ging es also weiter nun nach Pai, welches der eigentliche Zielpunkt der ersten Etappe hätte sein sollen. Pai liegt auf einem Hochplateau, umringt von Berggipfeln und am Flussufer des Pai. Auf einem dieser Gipfel thront ein strahlend weisser Buddha, der über das Tal lächelt. Es wäre geographisch ein wunderschöner Platz auf dieser grossen Welt, an dem man sicherlich einige Tage verweilen könnte und von dem aus man die tollsten Trails in die Natur der Umgebung starten kann. Ein Backpacker-Geheimtipp ist es aber wahrlich leider nicht mehr. Hier genoss ich nur ein kleines Frühstück auf der Terrasse eines Hotels, mit Blick auf die Idyll...

Mae Hong Son Loop - 3. Etappe

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Die Stadt der drei Nebel...  Erde - Wasser - Luft - Feuer Nach dem Tori, war es nur noch eine Stunde Fahrt nach Mae Hong Son. Hier checkte ich am Abend in das von hellgrünen Reisfeldern umgebene Fern-Resort ein, um dort zwei Nächte zu verbringen. Dort wurde ich herzlichst begrüsst, indem vor meinen Augen aus Reisblättern ein Fisch geflochten wurde, in den eine kleine Reis-Seife gesteckt wurde. Und überhaupt roch dort wirklich ALLES nach Reis! Fotos von Angelina Jolie und Brad Pitt mit den thailändischen Betreiberinnen, waren stolz auf der Rezeption drapiert. Angelina war dort wohl schon öfter zu Besuch auf ihren Reisen nach Myanmar. Ich überlegte mir, wie sie dort wohl residiert hat. Mit einem grossen Gefolge und einer Vielzahl von Retro-Kisten-Koffern, die sämtliche Bungalows belegten, oder ganz normal wie ich in einem der Bungalows? Auf einer Terrasse mit Sitzplätzen und Tischleuchten im Kolonialstil, genoss ich ein Pad Thai bei 31°C am späten Abend und einer Geräuschkulis...

Mae Hong Son Loop - 4. Etappe

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Auf Wiedersehen schönes Fern Resort. Die vierte Etappe ging vorbei am Mae Surin Nationalpark und über eine weitere extreme kurvige Bergroute bis nach Mae Chaem am Fusse des Doi Inthanon. Und auf dieser Strecke wurden sie wieder sichtbar, die vielen Gegensätze in Thailand. Sämtliche Berge und Täler waren komplett kahl. Alles durch Brandrodung verbrannt. Nur vereinzelte, verkohlte Baumstümpfe schauten aus dem staubig trockenen Boden, in dem Rinder nach ein paar Grashalmen suchten. Ich stellte mir vor, wie die bald einsetzende Regenzeit für üble Erosionen sorgen muss, wenn dann der Boden so offen brach liegt. In einer anderen Saison ist diese Bergwelt von hellgrünen Reisfeldern und Sonnenblumen bedeckt. In Mae Chaem war kaum  eine Unterkunft zu finden. Das Navasoung Resort hat definitiv schon seine besten Zeiten gesehen. Die Pritschen in den eigentlich netten Bungalows in einer Gartenanlage, rochen nach besoffenen Rockern, die lt. des bauchigen norwegischen Besitzers am Abend zuvor...

Back to Chiang Mai

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Zurück in Chiang Mai. Es kann wohl jeder meine Wehleidigkeit nachvollziehen, nach diesem wahnsinnig schönen Loop mit seinen unvergesslichen Eindrücken und Naturerlebnissen. Nach dieser Ursprünglichkeit, war alles andere eigentlich ein mehr oder weniger angenehmer Kulturschock. Ich fand ein Plätzchen in einem sehr schönen Guesthouse, dem Good Morning Chiang Mai Tropical Inn . Hier konnte man mal einen Tag ausspannen und sich von der Zwischenreise erholen. Erstmal die Wäsche waschen lassen und danach einen weiteren Spaziergang durch das Städtchen machen. Sodann schlenderte ich los, schaute mir eine typische Markthalle an, in der von Obst und Gemüse, über Hühnerbeine und Meeresfrüchte, bis zu bei uns ausgedienten Röhrenfernsehapparaten, alles mögliche angeboten wurde. Und wieder stundenlang durch die niedlichen Gässchen geschlendert. Es gibt so viel zu sehen. Selbst das extreme, überall präsente Kabelgewirr der Telefonleitungen ist interessant.  Irgendwann trei...